In den letzten beiden Wochen konnte ich gleich dreimal über mein Lieblingsthema Zukunftszenarien sprechen. Und weil ich überzeugt bin, dass man aus Erfahrungen mehr lernt als aus Vorträgen, gab es auch dreimal interaktive Übungen, die den Prozess ausschnittsweise veranschaulichen. An dieser Stelle allen Teilnehmerinnen und Teilnehmern herzlichen Dank, dass sie sich darauf eingelassen haben!
Innerhalb des Blockseminars Corporate Social Responsibility an der Fakultät für Betriebswirtschaft an der Hochschule München ging es am 8.2.2012 darum, Zukunftsszenarien als Werkzeuge zu verstehen, mit deren Hilfe sich beispielsweise CSR-Maßnahmen auf den Prüfstand stellen oder ganz neu denken lassen.
Für die Veranstaltungsreihe fix & freitags im Combinat 56 hatte ich am 17.2.2012 das Thema Selbermachen in den Mittelpunkt gestellt. Die meisten Teilnehmerinnen und Teilnehmer sind selbstständig, ein mehrtägiger Szenario-Prozess ist da eher überdimensioniert. Nutzen können Selbständige die Elemente der Szenario-Arbeit aber auch ohne viel Aufwand und externe Hilfestellung, eben mit Selbermachen. Beispielsweise am Beginn von Kooperationen, um ihre „internalisierte Landkarte“ von relevanten Trends und Risiken auf den Tisch zu bringen und eine gemeinsame Vision zu entwickeln. Ausprobiert haben wir das am Beispiel einer fiktiven Kooperation, die Social Media Beratung für Hotels anbietet. (Folien zur Veranstaltung s. unten)
Die Arbeitsgruppe Unternehmensführung der Schmalenbach-Gesellschafttraf sich ebenfalls am 17.2. 2012, um das Thema Zukunftsfähigkeit und Unternehmensführung aus verschiedenen Perspektiven zu beleuchten. Szenarien bieten sich als eine Möglichkeit an, die Zukunftsfähigkeit (=Zukunftsfitness) zu trainieren. Anhand von Trends, die die Zukunft der Unternehmensführung beeinflussen, ging es darum, den Prozess der partizipativen Szenarien-Entstehung kennenzulernen.
Dreimal Szenarien. Dreimal anders. Für mich immer wieder faszinierend, wie stark die Gruppen selbst von ihrer Diversität – als Perspektivenvielfalt – profitieren. Für den Einzelnen kann diese Vielfalt aber auch leicht zu viel werden. Genau da ein gesundes Maß zu finden, das ist auch Teil der Zukunftsfähigkeit, die es zu trainieren gilt. Für Studierende, Selbständige und Unternehmensführung gleichermaßen.
